Gesundheit extremer Frühchen In einer Studie wurde erstmals die gesundheitliche Verfassung von extremen Frühchen (= Kinder, die vor dem siebten Schwangerschaftsmonat geboren werden) untersucht. Gemäss der Studie sind solche Kinder mit fünf Jahren öfter in medizinischer Behandlung als andere. 40% von ihnen leiden unter motorischen, sensorischen und kognitiven Störungen. Bei 25% sind diese Probleme gering, bei 9% mittelschwer, und 5% leiden unter schwerwiegenden Einschränkungen. Ein eindrücklicher Beleg dafür, wie wichtig die gesundheitliche Betreuung von extremen Frühchen während der ersten Lebensjahre ist. Quelle: Pressemitteilungen des Journals Lancet 03-2008; Band 371, S. 813-820.
Testosteronmangel: Ursache von Depressionen? Ein tiefer Testosteronspiegel kann Müdigkeit, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit und bei älteren Männern sogar depressive Störungen verursachen. Der Testosteronrückgang lässt sich mit bestimmten Ersatzpräparaten aufhalten. Das Interesse an dieser Behandlung ist verständlicherweise gross, auch wenn der Hormonverlust bei den Männern durchschnittlich erst zehn Jahre später auftritt als die Menopause bei den Frauen. Aber Vorsicht: Bei Prostatakrebs sollten die Präparate keinesfalls eingenommen werden! Quelle: JAMA, 03-2008.
Brokkoli – Kreuzblütengewächs der Hoffnung? Eine neue Studie bestätigt, dass Brokkoli vor verschiedenen Krebsarten, besonders vor Blasenkrebs, schützt. Gemäss einem amerikanischen Forschungsteam hemmt eine in Kreuzblütengewächsen vorhandene Substanz das Wachstum von Blutgefässen in Tumoren. In der Studie wurden Ratten krebserregende Substanzen verabreicht. Jene Tiere, die als Therapie Brokkolipräparate erhielten, erkrankten dabei seltener an Blasenkrebs. Ein Resultat, das für den Menschen aber noch bestätigt werden muss. Quelle: Cancer Research, 02-2008.
Eine Bakterie gegen Cholesterin Französische Wissenschaftler haben ein Bakterium im Verdauungsapparat entdeckt, das Cholesterin in Coprostanol umwandelt – ein Stoffwechsel-Stoff, der auf natürlichem Weg ausgeschieden wird. Dieses Bakterium kann möglicherweise dazu beitragen, den menschlichen Cholesterinspiegel zu senken. Schon seit den 1930-er Jahren ist bekannt, dass die Darmflora bei der Umwandlung von Cholesterin in Coprostanol eine Rolle spielt. Bis jetzt war jedoch nicht bekannt, welches der 100 Milliarden existierenden Bakterien an diesem Prozess beteiligt ist. Quelle: Applied and Environmental Microbiology, 03-2008.
Weniger fernsehen – weniger Gewicht Was viele schon lange ahnten, bestätigt jetzt eine amerikanische Studie: Den ganzen Tag fernzusehen, schadet der Gesundheit. In der Studie verloren Kinder, die nicht fernsehen durften, an Gewicht – ganz im Gegensatz zu den fernsehenden Studienteilnehmenden. Interessanterweise war der Grund für die purzelnden Pfunde nicht mehr Bewegung, sondern die veränderte Ernährungsweise. Jene Kinder, die nicht fernsahen, ernährten sich gesünder, da sie weniger Snacks und Fastfood zu sich nahmen. Die Studienautoren ziehen den Schluss, dass diese Kinder der Fernsehwerbung für fettige und süsse Lebensmittel sowie Getränke weniger ausgesetzt waren und deshalb weniger davon konsumierten. Quelle: Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine, 03-2008; Band 162, S. 239-245.