Verlieren Sie ab und zu Ihre Schlüssel oder wissen Sie nicht mehr, wo Ihr Handy ist? Nichts Aussergewöhnliches, denn Ihr Gehirn ist keine Maschine! Aber woher kommen solche Gedächtnislücken? Mit zunehmender Alterung der Gesellschaft beklagen sich immer mehr Menschen über Gedächtnisprobleme.
Keine Angst. Wenn Sie sich Ihrer eigenen Gedächtnislücken bewusst sind, dann leiden Sie nicht an einer Krankheit! 99 Prozent der Menschen, die an krankhaften Gedächtnisstörungen leiden, sind sich Ihres Problems nicht bewusst. Mit zunehmendem Alter nimmt die Gehirnleistung alterungsbedingt ab, aber auch weniger körperliche und intellektuelle Betätigung sowie Einsamkeit tragen Ihren Teil dazu bei. Damit Ihr Gedächtnis gut funktioniert, muss es ständig gefordert werden.
Schlaf gegen Gedächtnislücken
Guter Schlaf ist für ein gutes Erinnerungsvermögen unabdingbar. Während der paradoxen Schlafphasen – wenn die nächtliche Gehirnaktivität am grössten ist – ordnen und organisieren die Neuronen die im Laufe des Tages aufgenommenen Informationen. Fehlt eine dieser zwei oder drei nächtlichen Schlafphasen, hat dies eine gestörte Verknüpfung der Erinnerungen zur Folge.
Fordern Sie Ihr Gehirn täglich, damit es in Schwung bleibt. |
Tägliches Gedächtnisjogging
Das Gedächtnis nutzt sich ab, wenn wir es nicht brauchen! Stellen Sie ihm deshalb laufend Aufgaben:
- Aufmerksamkeit und Konzentration: Legen Sie Patience, spielen Sie Scrabbles, Karten oder Schach. Wollen Sie auf Draht bleiben, leihen Sie sich die Spielkonsole Ihrer Grosskinder aus und trainieren Sie Ihr Gedächtnis mit spielerischen Programmen für Gedächtnistraining.
- Schnelligkeit: Üben Sie sich im Kopfrechnen.
- Wortschatz: Lesen Sie und merken Sie sich unbekannte Wörter. Lernen Sie regelmässig neue Lieder oder Gedichte auswendig.
Substanzen, die das Gedächtnis stimulieren
- Ginkgo biloba und Ginseng steigern die Lernfähigkeit, die Fähigkeit, Informationen zu speichern sowie die physische Belastbarkeit.
- Vitamin B ist sowohl für das Konzentrationsvermögen wie das Gedächtnis wichtig.
- Zink wird für die Synthese verschiedener Botenstoffe (Neurotransmitter) des Gehirns benötigt.
- Phosphor und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, sind in grösseren Mengen im Gehirn vorhanden, in Form von so genannten Phospholipiden.
Mögliche Anzeichen von Alzheimer
- Erinnerungslücken
- Probleme bei der Ausführung täglicher Aufgaben
- Schwierigkeiten bei räumlicher und zeitlicher Orientierung
- Vermindertes Urteilsvermögen
- Verständnisprobleme bei abstrakten Sachverhalten
- Verlegte Gegenstände
- Änderungen in Laune und Verhalten
- Persönlichkeitsveränderungen
- Mangelnde Begeisterung