Bei Temperaturen, die mit dem Gefrierpunkt flirten, eisigem Wind und einer aufgedrehten Heizung, leidet unsere Haut am meisten. Genügend Feuchtigkeit und Nährstoffe sind während der kalten Jahreszeit das A und O für unsere Haut. Erfahren Sie dank unseren Tipps, wie Ihre Haut optimal «überwintert».
Die Haut ist das ganze Jahr über empfindlich, aber im Winter sind die klimatischen Bedingungen für sie besonders hart. Die trockene Kälte verlangsamt die Talgproduktion und verringert die Wirksamkeit des Schutzfilmes (natürlicher Fettfilm) auf der Hautoberfläche, der normalerweise für eine zarte und elastische Haut sorgt. Diese Schutzschicht ist zusätzlich gefährdet, wenn sie weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann – zum Beispiel bei kalter Luft draussen oder zu warmer und trockener Luft drinnen. Das Ergebnis: Die Haut trocknet aus, wird rot, gereizt, rau und rissig. Die Lösung indes ist ganz einfach: Nicht abwarten, bis es zu spät ist, sondern die Haut vom ersten Frost an mit feuchtigkeitspendenden und rückfettenden Produkten pflegen.
Rückfettende und feuchtigkeitspendende Cremes sind vor allem im Winter ganz wichtig.
Vitamine auf dem Speisezettel Die Haut ist zu grossen Teilen ein Spiegel unseres Speiseplans: Ihre Gesundheit und ihr Schimmer hängen direkt davon ab, wie wir uns ernähren. Die Haut erneuert sich pausenlos, das wiederum verlangt nach einer täglichen Zufuhr von Nährstoffen, die der Jahreszeit angepasst sind. Vermeiden Sie stark fetthaltige Lebensmittel, bevorzugen Sie stattdessen täglich Früchte und Gemüse – ganz nach der Formel «fünf am Tag»! Besonders geeignet sind Kiwis oder Zitrusfrüchte mit viel Vitamin C. Dieses Vitamin spielt bei zahlreichen Stoffwechselabläufen eine wichtige Rolle und hilft Ihrem Körper, gegen negative Auswirkungen der Umweltverschmutzung anzutreten. Unterstützend zu jeder Zeit sind Vitamin E als Radikalfänger (zum Beispiel in Getreide), Betakarotin für einen schönen Teint (zum Beispiel aus Karotten) und Spurenelemente wie Selen und Zink für die Zellerneuerung.
Auch im Winter viel trinken Im Winter spüren die meisten Menschen den Durst weniger und trinken entsprechend geringere Mengen. Auch ist die Flüssigkeitszufuhr über die Früchte eingeschränkt, weil das Angebot an wasserhaltigen Früchten kleiner ist als im Sommer. Dennoch sollten wir darauf achten, dass wir mindestens 1.5 Liter Wasser pro Tag trinken. Wegen der Heizung, die die Luft austrocknet, braucht unser Körper auch im Winter ausreichend Flüssigkeit! Tee, Früchtetee, Suppen oder frisch gepresste Säfte von Zitrusfrüchten sind eine gute und schmackhafte Alternative – die zugleich Vitamine spendet!
Vitamin C aus frischen Zitrusfrüchten revitalisiert Ihren Stoffwechsel-Kreislauf und auch Ihre Haut.
Eine Frage der richtigen Creme
Waschen Sie Ihre Haut morgens und abends mit einer sanften Reinigungsmilch, die dem Schutzfilm der Haut Sorge trägt und Feuchtigkeit spendet. Trocknen Sie Ihre Haut vorsichtig ab, bevor Sie eine Pflegecreme auftragen.
Tragen Sie morgens und abends in ausreichender Menge eine nährende Creme auf, die Ihrer Haut Feuchtigkeit zuführt und rückfettend wirkt. So verleihen Sie Ihrer Haut einen frischen Teint, Elastizität und Wohlbefinden.
Wenden Sie regelmässig eine mehrtägige Kur mit einem Serum und anderen feuchtigkeitspendenden Konzentraten an. Balsam für Ihre Haut ist eine revitalisierende Maske! Beachten Sie, dass die Haut der Augenpartie besonders fein ist und spezielle Pflege braucht.
Auf die Lippen, die stark austrocknen können, sollten Sie einen Lippenpflegestift auftragen.
Hals und Dekolleté nicht vergessen: Diese Hautpartien sind besonders empfindlich und brauchen eine intensive Pflege. Benutzen Sie dafür entsprechende Cremes oder Seren, die sowohl feuchtigkeitspendende als auch straffende Komponenten enthalten.
Ein wahrer Schutzschild gegen die kalte und aggressive Witterung ist die Cold Cream, die Ihre Haut vor der grossen Kälte und bei extremen klimatischen Bedingungen schützt. Diese Creme ist empfehlenswert, wenn Sie sich mehrere Stunden in der Kälte aufhalten, zum Beispiel beim Skifahren oder Schneeschuhlaufen.
Tipp aus IhrerApotheke
Kommen Sie trockener Haut zuvor!
Wer Winter sagt, denkt unweigerlich an Ferien in den Bergen. Dabei vergessen wir manchmal, dass die Sonneneinstrahlung in der Höhe viel stärker ist und auch die Reflexion der Strahlen durch den Schnee der Haut schaden kann. Verwenden Sie deshalb eine Sonnencreme mit einem höheren UV-Schutz und tragen Sie diese regelmässig auf.
Vermeiden Sie die «klassische» Seife mit meist hohem pH-Wert, die Ihre Haut austrocknet. Absehen sollten Sie auch von zu fettigen Cremes, die der Haut zu wenig Feuchtigkeit zuführen, oder von alkoholhaltigen Lotionen, die eine empfindliche Haut angreifen können.
Vorsicht ist auch beim Peeling geboten. Empfindlicher Haut tut dies im Winter nicht gut. Peelen Sie Ihre Haut höchstens zweimal pro Woche.
Achten Sie darauf, dass die Temperatur in Ihrer Wohnung nicht zu hoch ist (rund 20°C ist empfehlenswert). Zu hohe Temperaturen trocknen die Luft und auch Ihre Haut aus.