Traumziel straffer und flacher Bauch

Fast jeder träumt vom perfekten Bauch. Frauen wünschen sich einen flachen und straffen Bauch, Männer eher einen Waschbrettbauch. Um den Bauch zu formen, braucht es nicht nur ein gezieltes Training, sondern auch viel Bewegung und eine gesunde Ernährung.






Jeder kann etwas tun, um seinen Bauch zu formen. Es geht nicht darum, den Bauch seines Lieblingsstars aus dem Hochglanzmagazin anzustreben. Jeder ist von seinen Genen oder seiner persönlichen Situation geprägt. Wichtig ist, individuell vorzugehen und sich ein persönliches Ziel zu setzen.

Krafttraining für den Bauch
Schwache Bauchmuskeln lassen den Bauch wegen fehlender Bauchspannung dick und schlaff erscheinen. Als Kräftigungsübung für die Bauchmuskeln eignen sich Rumpfbeugen (crunches) in verschiedenen Variationen, um die oberen, unteren und seitlichen Bauchmuskeln zu trainieren. Bei allen Bauchübungen gilt es, ein Hohlkreuz zu vermeiden. So geht es: Das Becken kippen, die Bauchspannung aufbauen, den unteren Rücken auf den Untergrund pressen und dabei den Bauchnabel in Richtung Unterlage drücken, die Beckenbodenmuskulatur fest anspannen. Dann rollt man sich Wirbel um Wirbel auf, bis die höchste Anspannung erreicht ist. Drückt man dabei die Fersen auf den Boden, arbeitet allein die Bauchmuskulatur. Angestrebt wird ein Muskelaufbau. Darum ist es wichtig, die Übungen langsam und in der richtigen Haltung 10- bis 15-mal zu wiederholen. Eine zu hohe Wiederholungsanzahl ist kein Muskelaufbautraining, sondern eine ungeeignete Form eines kurzen Ausdauertrainings. Leiden Sie unter chronischen Rückenschmerzen? Ein Therapeut oder ein kompetenter Trainer findet in solchen Fällen die für Sie richtigen, individuellen Bauchübungen.
Mit einer guten Haltung sieht der Bauch flacher aus. Deshalb sollte zusätzlich auch diejenige Muskulatur trainiert werden, die für eine optimale Haltung sorgt, insbesondere die Rücken- und Rumpfmuskulatur.

Fett lässt sich nicht gezielt
in der Bauchregion abbauen.
 

Wann sieht man die Bauchmuskeln überhaupt?
Was nützen die noch so trainierten und starken Bauchmuskeln (so genannter Waschbrettbauch), wenn sie unter der Haut nicht sichtbar sind? Allzu oft werden die Bauchmuskeln durch reichlich vorhandenes Fettgewebe in der Unterhaut verdeckt. Das Aufbautraining für die Bauchmuskeln hat keinen Einfluss auf den Körperfettanteil in der Bauchregion. Um das Traumziel zu erreichen, braucht es darum weitere Massnahmen. Manchmal wirkt der Bauch rund und prall. Meist sind Blähungen die Ursache.


Rumpfbeugen eignen sich besonders
gut, um die Bauch- und Rücken-
muskulatur zu stärken.

Viel Bewegung und richtige Ernährung bringen Körperfett zum Schmelzen
Fett lässt sich nicht gezielt in nur einer Region abbauen. Um den Körperfettanteil und auch das Unterhautfettgewebe am Bauch zu verringern, braucht es viel Bewegung und ein ganzheitliches Ausdauertraining wie Velofahren oder Nordic Walking. Unverzichtbar ist zudem eine gesunde Ernährung. Hartnäckige Fettpolster können trotz Gewichtsreduktion und viel Bewegung an störenden Stellen, zum Beispiel am Bauch, verbleiben. Oft ist dies erblich bedingt. Mit einer operativen Fettabsaugung lässt sich in gewissen Fällen das Körperbild korrigieren. Bei Übergewicht ist diese Methode aber nicht anwendbar.

Bauchmuskeltraining und Schwangerschaft
Sanftes Bauchmuskeltraining ist auch während einer Schwangerschaft sinnvoll. Es stärkt den Rücken und beugt so Rückenschmerzen vor. Nach der ersten Hälfte der Schwangerschaft sollten vermehrt die schrägen Bauchmuskeln und die Muskeln des kleinen Beckens trainiert werden, weniger die geraden Bauchmuskeln. Am besten geschieht dies unter fachlicher Anleitung. Spezielle Cremes und Salben helfen Schwangerschaftsstreifen zu verhindern. Die mit dem Eincremen verbundene Massage fördert die Durchblutung der Haut. Dadurch wird sie elastischer und widerstandsfähiger. Nach der Geburt helfen Gymnastik und gesunde Ernährung dabei, die Figur wieder in Form zu bringen.

Was tun gegen Blähungen?

  • Kurz vor der Menstruation kann es zu einer Vergrösserung oder Blähung des Bauches kommen, die sich nach Beginn der Regelblutung wieder zurückbildet. Dies ist nur eine der vielfältigen Beschwerden, die in den «Tagen vor den Tagen» auftreten können. Zusammen mit Ihrem Apotheker kann die individuell passende Behandlung gefunden werden.
  • Treten Blähungen häufig auf, kann eine Ernährungsumstellung das Problem lindern. Bei hartnäckigen Blähungen helfen pflanzliche Mittel oder Teemischungen aus Ihrer Apotheke. Besonders Kümmel, Anis, Melisse, Kamille und Pfefferminze wirken krampflösend und entblähend.
 

Alexandra Werder


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