Sie ist nicht einfach nur eine Hülle für unseren Körper: Die Haut ist das grösste Organ, sie atmet und reagiert empfindlich auf äussere Reize. Diverse Erkrankungen wie auch ein hormonelles Ungleichgewicht kann man anhand der Haut erkennen.
Die Haut ist zahlreichen Einflüssen ausgesetzt, die zu unterschiedlichen – manchmal unschönen oder ansteckenden – Veränderungen führen. Sie bildet sozusagen die Schnittstelle zur äusseren Welt und schützt die anderen Organe vor Infektionen, Verletzungen oder schädlichen Sonnenstrahlen. Dank einer ausgeprägten Sensibilität ist die Haut auch das grösste Sinnesorgan des Menschen. Durch sie ertasten wir Gegenstände und erleben Berührungen.
«Verletzungen» einordnen
Verändert sich die Haut aufgrund eines äusseren Reizes, so spricht der Mediziner von einer Läsion. Solche «Verletzungen» sind Ausdruck einer Hautkrankheit oder Hinweise auf eine andere Erkrankung.
Zeigen Sie kleinere Hautprobleme in Ihrer Apotheke. Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker untersucht,
- wie die Hautveränderung aussieht und ob man sie einordnen kann (Quaddeln (juckende Anschwellungen), Schuppen oder Bläschen).
- wie lange die Hautveränderung schon besteht (neu, älter oder chronisch geworden).
- wie sie aufgetreten ist (plötzlich oder nach und nach).
- ob mehrere oder nur eine Form von Hautveränderungen vorliegt (zum Beispiel Quaddeln und Schuppen).
Anhand dieser Merkmale ist es für Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker einfacher, Ihnen eine Behandlung mit rezeptfreien Medikamenten anzubieten oder aber Ihnen zum Besuch des Hautarztes zu raten.
Meist der Hauptschuldige: der Stress
Viele Hautkrankheiten sind erblich bedingt. Stress und Gemütszustände spielen jedoch auch eine grosse Rolle. Bei bestimmten Hauterkrankungen – wie schwerer Akne oder Schuppenflechte – kann man sich denn auch fragen, ob der Stress die Krankheit oder die Krankheit den Stress auslöst. Solche Hautveränderungen sind nicht nur unschön, sondern auch schmerzhaft und wirken sich unweigerlich auf den Gemütszustand aus.
Tipps für eine gesunde Haut
- Verwenden Sie Kosmetikprodukte ohne komedogene (begünstigen Mitesser) und allergene Stoffe (können Allergien auslösen) aus Ihrer Apotheke.
- Sich nicht kratzen oder den Schorf abreissen.
- Lieber duschen als baden.
- Trocknen Sie sich immer gut ab, besonders Hautfalten und Zehenzwischenräume. Haut besser abtupfen als abrubbeln.
- Massvoll sonnenbaden und eine Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor auftragen.
- Reinigen Sie Ihre Haut regelmässig.
- Versuchen Sie herauszufinden, welche Faktoren bei Ihnen am häufigsten zu einer Hautreaktion führen: Stress, Müdigkeit, Infektion, Medikamente oder …?