Ein freier Tag, das Wochenende oder die lang ersehnten Ferien – das alles verspricht eine Pause vom Alltag. Doch um dem Stress zu entfliehen und echte Erholung zu erlangen, muss man in sich hineinhorchen, die eigenen Bedürfnisse erkennen und geeignete Entspannungsmethoden finden.
Wenn Sie trotz ausreichend Schlaf morgens müde aus dem Bett kriechen, rasch überfordert, gereizt und genervt sind, mit innerer Unruhe kämpfen und kaum mehr Zeit und Energie für Freunde, Familie oder Sport haben – dann kommt möglicherweise Ihre Erholung zu kurz. Hören Sie auf Ihren Körper und versuchen Sie bewusst mehr Entspannung, anstatt immer nur Spannung in Ihr Leben einzuplanen.
Der Mittagsschlaf ist eine Energiequelle für Klein und Gross.
Ohne Schlaf keine Erholung Schlaf ist essenziell für unsere Erholung, er regeneriert Körper und Haut, stärkt das Immunsystem. Schlaf erhöht unsere Leistungsfähigkeit und macht gute Laune. Forscher haben längst belegt: Nicht jeder braucht acht Stunden, auch ist der Schlaf vor Mitternacht nicht zwingend der beste. Doch gelten sieben bis acht Stunden pro Nacht als optimal. Auch der Mittagsschlaf ist eine bewährte Energiequelle – das sieht man bei kleinen Kindern, genauso bei grossen Männern wie Albert Einstein oder Winston Churchill, die täglich Siesta hielten. Der Powernap gilt als modernes Gegenstück und wird in immer mehr Unternehmen gefördert. In speziellen Ruheräumen können sich Mitarbeitende bei einem kurzen Schlaf von 20 bis 30 Minuten regenerieren.
«Mach mal Pause!» Berufsalltag ist anstrengend und oft hektisch. Körper und Seele dagegen sind langsame Genossen, die ausreichend Zeit brauchen für die Erholung. Deshalb sind kleine Auszeiten insbesondere bei der Arbeit zwingend notwendig. Spätestens alle 90 Minuten brauchen wir eine kurze Pause, die uns hilft, wieder die volle Konzentration zu erlangen. Schliessen Sie die Augen und lassen Sie sie kreisen. Stehen Sie Ihrem Rücken und der besseren Durchblutung zuliebe zwischendurch auf. Verzichten Sie nicht auf die Mittagspause. Auch wenn Durcharbeiten aufgrund der Pendenzenberge die einzige Lösung zu sein scheint – nehmen Sie sich wenigstens eine halbe Stunde Zeit für ein leichtes Essen abseits vom Schreibtisch. Ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft fördert die Durchblutung, ein Mittagessen im Park wirkt belebend. Wer sich zwischendurch zurücklehnt und entspannt, der steigert insgesamt seine Leistungsfähigkeit.
Die wichtigsten Entspannungsmethoden Nachhaltige Entspannung braucht Regelmässigkeit und einen festen Platz im Tagesablauf. Es gibt verschiedene Methoden, die helfen, nach einem hektischen Tag wieder herunterzufahren und langfristig resistenter gegen Stress zu werden. Finden Sie heraus, welche Methoden Ihnen zusagen. Sehr beliebt ist Yoga (www.yoga.ch), das mit Meditations-, Atem- und Konzentrationsübungen Körper, Geist und Seele in Einklang bringt. Tai Chi (www.tqz.ch) ist eine chinesische Bewegungsmethode, die mit fliessenden Bewegungsabläufen innere Blockaden löst. Mit der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson (www.progressivemuskelentspannung.com) werden gezielt Muskelgruppen angespannt und entspannt, um Tiefenentspannung zu erreichen. Und autogenes Training entspannt die Muskulatur, basierend auf Autosuggestion (www.sat-verband.ch).
Erholungsfaktor Urlaub Es ist völlig unwichtig, wie lange die Ferien dauern. Ob ein verlängertes Wochenende oder vier Wochen Ferien – die Erholung ist spätestens drei Wochen nach der Rückkehr wieder auf dem gleichen Niveau wie vor dem Urlaub. Freizeitforscher empfehlen kürzer, dafür öfter Urlaub zu machen. Die Art der Ferien ist dagegen sehr wichtig. Sie sollte ein Kontrastprogramm zum Alltag darstellen – je gestresster jemand ist, desto ruhiger sollten seine Ferien ausfallen und umgekehrt. Wer gerade nicht verreisen kann, unternimmt eine Fantasiereise. Lehnen Sie sich zurück, schliessen Sie die Augen und schon gehts los. Ganz egal, wo Sie landen, brechen Sie bewusst aus Ihrem Alltag aus, mit dem Ziel einfach mal abzuschalten – auch Handy und Internet!
Tipp aus Ihrer Apotheke
Die besten Stresskiller
Treffen Sie sich mit Ihren besten Freunden, das muntert auf und lässt den Spiegel des energieraubenden Stress-Hormons Cortisol sinken.
Sport steigert die Stressresistenz, insbesondere körperliche Bewegung mit einem gleichmässigen Rhythmus wirkt entspannend: Walken, Joggen, Velofahren, Schwimmen, Tanzen.
Beim Austausch von Zärtlichkeiten mit dem Partner schüttet der Körper Anti-Stress-Hormone wie Serotonin und Oxytocin aus.
Anti-Stress-Atmung: Atmen Sie ganz langsam und bewusst aus, um anschliessend ganz tief einzuatmen. Bereits nach drei Wiederholungen setzt die Entspannung ein.