Schwangerschaft hat mit Reisekrankheit und Schwindel einiges gemeinsam: Übelkeit und Erbrechen. Meistens sind es harmlose Beschwerden, die mit einfachen Mitteln behandelt werden können.
Übelkeit ist ein sehr unangenehmes Gefühl, das meistens von Appetitlosigkeit sowie Schwäche begleitet wird. Zusammen mit vermehrtem Speichelfluss, saurem Aufstossen und einem Würgegefühl gilt Übelkeit als Vorbote vom Erbrechen. Dabei wird der Mageninhalt durch heftige Kontraktionen der Muskeln in Bauch und Magen nach oben befördert. So unangenehm dies auch ist, in der Regel fühlt man sich nach dem Erbrechen wohler. Der Magen ist leer, die Übelkeit verschwunden.
Erbrechen ist oft Begleiterscheinung einer Krankheit.
Verschiedene Ursachen Übelkeit und Erbrechen haben verschiedene Auslöser. Ausserhalb einer Schwangerschaft können sie Anzeichen für verschiedene Erkrankungen sein, zum Beispiel:
Innenohr-Erkrankungen oder Gehirnerschütterung
Reisekrankheit
Entzündungen des Magen-Darm-Trakts oder Lebensmittelvergiftungen
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen
Migräne
Übermässiger Alkoholkonsum
Hirnhautentzündung
Praktische Ratschläge
Nach dem Erbrechen etwa zwei Stunden lang nichts essen.
Flüssigkeiten in kleinen Schlucken zu sich nehmen, zum Beispiel Cola (mit einer Prise Salz die Kohlensäure entfernen), Schwarztee oder leicht gesalzene Bouillon. Getränke nicht in grossen Mengen trinken! Das kann erneutes Erbrechen hervorrufen.
Sich flach hinlegen und ruhig atmen, um die Übelkeit zu lindern.
Bei Säuglingen sowie bei älteren oder desorientierten Menschen besteht die Gefahr, dass das Erbrochene in die Lungen gelangt und sie daran ersticken. Betreuende Personen sollten ihnen deshalb helfen, sich beim Erbrechen nach vorne zu beugen.
Behandlungsmöglichkeiten Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen erhalten Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke. Sie basieren im Wesentlichen auf zwei Wirkstoffen:
Domperidon (rezeptpflichtig für Kinder unter zwölf Jahren)
Meclozin, Koffein und Vitamin B6 Kleine Kinder trocknen bei starkem Erbrechen rasch aus. Gleichen Sie den Flüssigkeitsverlust aus, indem Sie ihnen löffelweise eine spezielle Elektrolyt-Lösung aus Ihrer Apotheke einflössen. Scheint das Kind apathisch und verschlechtert sich der Allgemeinzustand, muss unbedingt ein Kinderarzt oder Hausarzt konsultiert werden.