Jeder tut es in irgendeiner Form – zu Hause oder im Urlaub. Wellness ist nicht nur ein Trend. Wellness stärkt die Gesundheit, fördert das Wohlbefinden und steigert die Lebensqualität. Doch was genau ist Wellness?
«Es gibt Wichtigeres im Leben, als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen», sagte bereits Mahatma Gandhi (1869-1948). In den letzten Jahren trugen insbesondere gesellschaftliche Ursachen wie steigender Leistungsdruck und zunehmender Stress dazu bei, dass Tourismusexperten in Wellness einen Trend erkannten. Heute sehen weltweit zahlreiche Touristen, Hotels und Ferienregionen Wellness als sicheres Erfolgsrezept für nachhaltige Lebensqualität. Der Begriff Wellness vereint die englischen Worte «well-being» (Gesundheit/Wohlfühlen) und «fitness».
| Im Zentrum steht das eigene Wohlbefinden |
Für jeden das Passende
Ob in der Stadt, in den Bergen, am Wasser oder auf dem Land – vollumfängliche Wellnessresorts, Hotels mit einem Wellnessbereich und hie und da ein Day Spa sind nicht mehr wegzudenken. Äusserst beliebt sind Körperbehandlungen aus der ganzen Welt. So zum Beispiel die Schokotherapie. Sie soll mit mineralischen Salzen, Anti-Oxidantien und Koffein Cellulite entgegenwirken und eine jugendlich strahlende Haut zaubern. Kopf-Shiatsu soll bei Migräne, Nackenverspannungen und Tränensäcken helfen. Grosser Nachfrage erfreut sich auch die tibetische Klangschalenmassage. Hier stimulieren Schwingungen die Zellen und helfen damit körperliche sowie seelische Verspannungen zu lösen. Diese Behandlung wurde vom traditionell indischen Ayurveda (übersetzt: «Wissen vom Leben») abgeleitet, dem ältesten überlieferten Gesundheitssystem. Zu den zentralen Elementen der über 5000 Jahre alten Heilkunst gehören Pflanzenheilkunde, Yoga, Ernährungslehre und typgerechte Ayurveda-Massagen. Wer die Wellnesswahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Denken Sie daran, genug Spielraum zwischen den einzelnen Behandlungen zu lassen. Schliesslich ist Stress beim Relaxen verpönt.
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Wellness für zu Hause
Verrühren Sie drei Tropfen Zimtöl mit einem Teelöffel Honig, bevor Sie es ins körperwarme Fussbadewasser geben. Ein paar Rosenblätter sorgen für echtes Spa-Feeling. Füsse 15 Minuten baden, trocknen, warme Socken überziehen, dazu ein Ingwertee. Sorgt für Wärme von innen und aussen. |
Die Kraft des Wassers
Reinigen, glätten, erfrischen, versorgen – Wasser ist ein vielfältiger Schönmacher und ein äusserst wandlungsfähiger dazu. Orte wie die Blaue Lagune in Island, die Lucas-Quelle im französischen Vichy oder der idyllische Kurort Bad Ragaz locken mit mineralstoffhaltigem Thermalwasser jährlich Tausende Gäste an. Das «heilende» Wasser ist mindestens 20°C warm und je nach Gestein, durch das es zuvor geflossen ist, enthält es wertvolle Mineralien wie Calcium, Kalium, Kochsalz oder Magnesium. Es wird als Trink- oder Badekur genutzt. Wasser spielt eine elementare Rolle in Thermen, Schönheitsoasen oder Wellnessresorts, die oft als Spa bezeichnet werden. Der Name geht auf den gleichnamigen belgischen Badeort zurück, der im 16. Jahrhundert von betuchten Engländern aufgesucht wurde. Oft heisst es, Spa würde für das lateinische «Salus per Aquam» oder «Sanitas per Aquam» (Gesundheit durch Wasser) stehen. Aufgrund des fehlerhaften Lateins ist das jedoch unwahrscheinlich.

Reinigen, glätten, erfrischen, versorgen - das
mineralstoffhaltige Thermalwasser idyllischer
Bäder lädt zum Verwöhnen und Entspannen ein.
Beliebte Schwitzvarianten
Zu einem typischen Spa gehört nebst Körperbehandlungen, Fitness und gesundheitsbewusster Küche, auch eine vielfältige Saunalandschaft. Die finnische mit trockenem Wüstenklima ist weltweit die beliebteste Sauna und zudem ideal für gesunde Einsteiger (beachten Sie bitte unsere Tipps). Wer eine unreine Haut hat oder chronisch gegen Schnupfen kämpft, wählt das Dampfbad, das bei nahezu 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und 45°C den Stoffwechsel anregt. Wellnessfans und Menschen mit schwachem Kreislauf wählen die Mischform zwischen Sauna und Dampfbad – das Sanarium (Bio-Sauna). Nichts für die sensible Haut ist das Hamam. Hier werden feuchte Hitze, kalte Güsse und kräftige Seifenmassagen kombiniert. Um das gewünschte Wohlbefinden zu erlangen, ist nicht die Dauer des Wellnessaufenthalts massgebend, sondern die Regelmässigkeit.
Mehr Informationen
Wellnessangebote in der Schweiz: www.myswitzerland.com
Klangtherapie: www.klang-massage-therapie.ch
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Tipp aus der Apotheke
Sauna ist nicht für jeden gesund!
- Gehen Sie nie erkältet in die Sauna – mit einem akuten Infekt ist die Belastung für das geschwächte Herz-Kreislauf-System zu hoch.
- Besenreiser und Krampfadern können sich durch die stärkere Durchblutung der Haut verschlimmern.
- Für Herzkranke ist saunieren tabu.
- Bei Schilddrüsenüberfunktion, Magen- und Darmgeschwüren, akuten Atemwegserkrankungen und chronischen Infektionskrankheiten, Epilepsie oder Multipler Sklerose sollten Sie auf den Saunabesuch verzichten.
- Das Mindestalter für die Sauna ist oft bei 16 Jahren angelegt.
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